Pizza Prosciutto Schon römische Dichter berichten von Broten, die als Weihegabe für die Götter dienten. Ob diese noch ohne Belag gebacken wurden, oder bereits Frühformen der Pizza waren, darüber schweigen die Dichter. Sicher ist jedoch, daß bereits im Jahre 1000 v. Christus von einer "Picea" die Rede ist, einem würzig belegtem Teigfladen. Das heißt, irgendwann zwischen der grauen Frühzeit und dem 1. JhrTsd v. Chr. schlug die Geburtsstunde der uns bekannten Pizza. Diese Picea alias Pizza konnte belegt oder gefüllt, gebacken oder fritiert werden, wie es auch heute noch in den verschiedenen Regionen Italiens üblich ist. Mit dieser historischen Herleitung wären die neapolitanischen Pizzabäcker aber gar nicht einverstanden. Für die steht fest: Die Wiege der Pizza stand in Neapel.

Der Teig ist denkbar einfach herzustellen. Für zwei Ofenbleche nehme ich etwa 400 - 500 gr Mehl, einen halben Hefewürfel (ca. 20gr), den ich in etwa 1/4 l lauwarmen Wasser vollkommen auflöse. Mehl, Wasser mit Hefe, eine kräftige Prise Salz und einen Schuß bestem Olivenöl so richtig vermengen, ggf. noch etwas Wasser beigeben. Den Teig gut 2 Stunden gehen lassen und dann verarbeiten. Dem Belegen sind ja eh keine Grenzen gesetzt - so wie es am besten schmeckt. Nachdem ich den Teig zur klassischen runden Pizza oder auf ein ganzes Blech ausgeformt und belegt habe - ab ins Rohr. Und da beginnt unser wirkliches Problem. Ein richtiger Pizza-Ofen bringt etwa 380o Grad Hitze, unsere Ofen gerade 275o Grad. Mit diesem Problem müssen wir leben und uns damit beschäftigen. Ich rate, den Ofen lange genug vorzuheizen, die Pizza rein und etwa 25 - 30 Minuten backen. Ggf. das Blech einmal drehen. Hier gibt`s keine schlauen Tricks, hier muss man üben!